Geschäftsbericht 2022
STABILER ARBEITSMARKT Auch am Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung vom Krisenjahr 2020 fort. Die Zahl der amtlich registrierten Arbeitslosen ging weiter zurück. Trotz eines zeitweisen Anstiegs, im Zuge der erstmaligen Erfassung ukraini- scher Flüchtlinge, gab die Arbeitslosenzahl im Jahres- durchschnitt um etwa 200.000 auf rund 2,4 Millionen nach. Vor diesem Hintergrund sank auch die Arbeits losenquote nochmals, von 5,7 % im Vorjahr auf 5,3 %. Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich 2022 um knapp 600.000 auf rund 45,6 Millionen Menschen. Sie erreichte damit einen neuen Höchststand. HÖCHSTE INFLATIONSRATE SEIT ÜBER 70 JAHREN Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag mit 7,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 erheblich über ihrem Vorjahreswert von 3,1 %. Einen vergleichbar hohen Anstieg der Preise für die Lebenshaltung hatte es in der Bundesrepublik zuletzt 1951 mit 7,6 % gegeben. Maßgeblich für die enorme Teuerung waren die Energie- und Nahrungsmittelpreise, die im Zuge des Ukrainekrieges sowie der andauernden Lieferengpässe um außer ordentliche 34,7 % und 13,4 % stiegen. Die Verbraucher- preisdynamik war bereits im Januar mit einer Inflations- rate von 4,9 % sehr kräftig. Sie beschleunigte sich ange- sichts extremer Import- und Erzeugerpreisanstiege weiter und führte im Oktober zu einem Jahreshöchststand der Inflationsrate von 10,4 %. Die Gesamtteuerung wäre allerdings noch höher ausgefallen, wenn der Staat nicht durch Entlastungsmaßnahmen gegengesteuert hätte. 11
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NDE5MTM=