Geschäftsbericht 2022
32 Hohenloher Molkerei steigert Ertragskraft Die Hohenloher Molkerei hat im Jahr 2022 ihre Chancen in der Krise genutzt. Unsere Genossenschaft hat sich in Zeiten eines hohen und dynamischen Wettbewerbs und globaler Verwerfungen äußerst positiv entwickelt. Unser Geschäftsmodell mit einem hohen Verwertungs- anteil im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, aber auch mit der Verwertung freier Rohstofe für Versandmilch- märkte hat sich erneut als vorteilhaft und robust erwiesen. Da 2022 mehr Rohstof zur Verfügung stand, ist es vor allem im Bereich Frische und H-Milch zu Absatzsteige- rungen gekommen, was in einem insgesamt schrump- fenden Markt durchaus beachtlich ist. H-MILCH UND MISCHGETRÄNKE Unser Absatz bei H-Produkten hat sich um 7,86 Mio. kg bzw. 3,0 % auf 268,6 Mio. kg erhöht. Unser Absatzschwerpunkt hat sich weiter auf Deutsch- land verlagert. Aus Frankreich mussten wir uns aufgrund des Preisgefälles komplett zurückziehen. FRISCHMILCH „LÄNGER HALTBAR“ UND MILCHFRISCHPRODUKTE Unsere Produktionsmengen bei Frischmilch „länger haltbar“ und bei Milchfrischprodukten sind gegenüber dem Vorjahr um 17,7 % bzw. 10,3 Mio. kg auf 68,4 Mio. kg gestiegen. Unsere Molkerei · Vertrieb und Produktion BUTTER, SCHLAGSAHNE UND JOGHURT Unser Butterabsatz hat sich 2022 um 4,4 % auf 9.406 t (Vorjahr 9.835 t) reduziert. Der Absatz von frischer Schlagsahne (-13,5 %) und H-Sahne (+30,0 %) hat sich in Summe reduziert. Das lag aber im Wesentlichen daran, dass deutlich weniger ofene Schlagsahne bzw. Rahm im Tankzug verkauft wurde. Lässt man diesen Bereich außen vor, hat sich der Absatz abgepackter Sahneprodukte um 358 t erhöht. Bei Sauerrahmpro dukten waren die Mengen mit 108 t rückläufig. Der Absatz von Joghurtprodukten konnte um 36,2 % auf 553 t gesteigert werden. Die Zuwächse lagen im Großverbrauchersegment, wo es nach dem Ende der coronabedingten Einschränkungen bei Hotels, Gast stätten, Kantinen und öfentlichen Einrichtungen wieder zu einer Normalisierung gekommen ist. VERSANDMILCH Das Versandmilchgeschäft wurde 2022 weiter einge schränkt. Insgesamt gingen 46,1 Mio. kg Milch und Magermilchkonzentrat in den Versand zu in- und ausländischen Kunden. Insgesamt 10,5 Mio. kg oder 18,5 % weniger als im Vorjahr.
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