Geschäftsbericht 2022

Ertragslage · Erläuterungen zur Ertragslage 49 KOSTENSEITE DURCH UKRAINEKRIEG, HOHE INFLATION UND LIEFERENGPÄSSE ÜBERDURCHSCHNITTLICH ANGESTIEGEN Bei Betrachtung der Kostenseite der Hohenloher Molkerei wird erkennbar, dass die Kostenentwicklung in vielen Bereichen unserer Genossenschaft spürbar und erkenn- bar durch die Folgen des russischen Angrifskrieges gegen die Ukraine belastet und geprägt war. Insgesamt erhöhten sich die gesamten ordentlichen Aufwendungen um 20,12 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz einer höheren Milchverarbeitungsmenge hat sich unser Energiebedarf erneut leicht reduziert. Der Stromverbrauch erhöhte sich um 302.136 kWh und der Gasverbrauch verringerte sich um 1.023.348 kWh, allerdings erhöhte sich der Heizölbedarf um 141.275 Liter. Die Energiekosten beliefen sich insgesamt auf 6,21 Mio. Euro. Das sind 2,62 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, davon stammen alleine 2,5 Mio. Euro aus einem höheren Strom- preis, der sich gegenüber dem Vorjahr mehr als ver­ doppelt hat. VERPACKUNGSMATERIALKOSTEN UND LOGISTIKKOSTEN GESTIEGEN Infolge weltweit teilweise knapper Verfügbarkeit von Roh- stofen und hoher Energiekosten sind auch die Preise für Verpackungsmaterial so stark gestiegen wie niemals in der Vergangenheit. Für Verpackungsmaterial mussten 18,6 % mehr aufge- wendet werden. Im Bereich Logistik waren wir durch stark gestiegene Dieselkosten ebenfalls mit bisher nicht gekannten Preissteigerungen konfrontiert. Die Kostensteigerungen belaufen sich in diesem Bereich auf 54,5 %. HÖHERER PERSONALAUFWAND Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sind 2022 weiter gestiegen. Dies liegt an tariflichen Entwicklungen, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie an Sonder- schichten, die notwendig waren, um dem gestiegenen Auftragsvolumen gerecht zu werden.

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