VERSCHIEDENE INVESTITIONS- SCHWERPUNKTE 2020 Mit den Planungen zum Bau einer weiteren doppel stöckigen Lagerhalle wurde begonnen. Inwieweit eine Realisierung in 2020 erfolgt, steht derzeit noch nicht fest. Gleiches gilt für die Aufstockung des alten Verwal- tungsgebäudes aus dem Jahr 1956 und die Erweiterung der Energiezentrale. VERSTÄRKTER DIALOG MIT UNSEREN MILCHERZEUGERN Im Jahr 2020 bauen wir den intensiven und partner- schaftlichen Dialog mit unseren Milcherzeugern weiter aus. In diesem Zusammenhang konnten wir bereits im Januar und Februar 2020 insgesamt 600 Bauern, Betriebsleiter, Hofnachfolger, Altenteiler und Schüler in insgesamt acht regionalen Milcherzeugerversammlungen begrüßen. Wir informierten sie über Entwicklungen auf dem Milchmarkt und in der Hohenloher Molkerei. Gleich- zeitig boten die Versammlungen eine gute Gelegenheit, mit unseren Mitgliedern im internen Rahmen ins Gespräch zu kommen und verschiedene Dinge zu diskutieren. Die Hohenloher Molkerei hat als erste süddeutsche Molkerei ein börsenbasiertes Festpreismodell für ihre genossenschaftlichen Milcherzeuger implementiert. Seit April 2019 können Milcherzeuger maximal 30 % der monatlichen Milchmenge zu einem Festpreis an die Molkerei verkaufen. Die monatliche Mindestmenge beträgt 5.000 kg. Eine Teilnahme am Festpreismodell ist somit ab einer Jahresmenge von ca. 200.000 kg möglich. Die Festpreise für Milcherzeuger werden monatlich er- mittelt und bis zu zwölf Monate in die Zukunft angeboten. Noch sind die Teilnehmerzahlen an unserem freiwilligen Festpreismodell überschaubar. Wir sind aber überzeugt, dass sich dies bald ändern könnte, da die Bedeutung von Warenterminbörsen auch im Milchsektor zukünftig zunehmen wird. CORONA SCHWÄCHT KONJUNKTUR UND WELTHANDEL Die durch das Corona-Virus ausgelöste weltweite Rezes- sion sowie der damit einhergehende verminderte Export von Milchprodukten in Drittländer müssen als Negativ- Szenario in all unsere wirtschaftlichen Überlegungen und Zukunftsplanungen miteinbezogen werden. AUSBLICK FÜR DIE HOHENLOHER MOLKEREI Die Hohenloher Molkerei bewegt sich innerhalb der Märkte. Am Jahresanfang konnten wir zunächst von stabilen Preisen für Versandmilch profitieren. Durch aufkommende Unsicherheiten an den Märkten, ausgelöst durch das Corona-Virus, entwickelten sich die Preise für Magermilch ab Ende Februar rückläufig. Bei Butter ist es bereits im Dezember 2019 und dann nochmals ab Februar und März 2020 zu starken Preiseinbrüchen gekommen, die sich belastend auf unsere Ertragskraft und damit auf den Milchauszahlungspreis auswirken. Seit Anfang 2018 erfassen wir Bio-Milch. Die Vermarktung erfolgt auch im Jahr 2020 vollständig und zur vollsten Zu- friedenheit in Zusammenarbeit mit einer anderen Molkerei. Alle Produktionslinien in der Hohenloher Molkerei sind unverändert gut ausgelastet. Durch eine deutlich gestie- gene Milchanlieferung unserer Erzeuger in den ersten drei Monaten von 2020 und durch überdurchschnittlich hohe Absatzmengen im März im Bereich H-Milch, Butter und ESL-Milch ist der Umsatz im ersten Quartal des Jahres im Plus. Für das Jahr 2020 hoffen wir, dass wir erneut einen vergleichbar wettbewerbsfähigen und am Markt er wirtschafteten Milchpreis an unsere Milcherzeuger auszahlen können. 46 AUSSICHTEN 2020
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