Das Nachhaltigkeitsteam der Hohenloher Molkerei auf dem Dach der Molkerei zwischen Solarpanelen

Nachhaltigkeit. Mit Verantwortung handeln.

Wie übernehmen wir Verantwortung

für Mensch, Tier und Umwelt?

Unser Weg in eine gute Zukunft

Wie steht die Hohenloher Molkerei zum Thema Nachhaltigkeit? – Nachhaltigkeit ist für unsere Genossenschaft Teil unserer Identität. Seit über 140 Jahren übernehmen wir Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt und setzen auf ein bewusstes Gleichgewicht zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialem Engagement. Hohe Qualität bedeutet für uns nicht nur ausgezeichnete Produkte, sondern auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Deshalb haben wir klare Ziele definiert und eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um unser Handeln stetig zu verbessern und eine lebenswerte Zukunft aktiv mitzugestalten. Erfahren Sie im Folgenden, wie wir Nachhaltigkeit in der Hohenloher Molkerei täglich leben.

Philipp Deigner, Stellvertretender Betriebsleiter, Leiter Energiemanagement.
„Nachhaltiges Handeln hat in unserer
Molkerei einen hohen Stellenwert.
Wir wirtschaften seit Generationen
auch immer für künftige Generationen.”

Philipp Deigner,
Stellvertretender Betriebsleiter,
Leiter Energiemanagement

Philipp Deigner,
Stellvertretender Betriebsleiter,
Leiter Energiemanagement

Wie ist unsere Nachhaltigkeitsstrategie?

Vier Handlungsfelder, in denen wir Verantwortung übernehmen

Nachhaltigkeit bedeutet für uns, nicht nur Verantwortung zu übernehmen, sondern sie auch aktiv in unser tägliches Handeln zu integrieren. Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir klare Ziele, die uns als Leitfaden für bestehende und zukünftige Projekte dienen. Für die Strategie haben wir vier Handlungsfelder definiert: Klimaschutz und Energie, Ressourcenschonung, Produktverantwortung sowie das Mit- und Füreinander.

Gleichzeitig überprüfen wir regelmäßig unsere Fortschritte, um uns kontinuierlich zu verbessern. Unser Ziel: eine nachhaltige Entwicklung, die Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang bringt. Unser Weg führt mit Verantwortung in die Zukunft.

Helle Sonnenstrahlen am blauen Himmel mit einzelnen weißen Wolken am unteren Bildrand

Handlungsfeld 1:

Klimaschutz und Energieeffizienz

Was tut die Hohenloher Molkerei für den Klimaschutz?
Der Klimawandel stellt uns alle vor große Herausforderungen. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere CO₂-Emissionen zu senken und den Energieverbrauch in unseren Prozessen zu optimieren. Unser Reduktionsziel, unsere Emissionen bis 2030 um 42 % gegenüber dem Basisjahr 2020 zu reduzieren, wurde von der Science Based Targets  initiative (SBTi) validiert und steht somit im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen.

Der Ausbau erneuerbarer Energien, eine höhere Energieeffizienz und innovative Maßnahmen zur Emissionsreduzierung sind zentrale Bausteine unserer Klimaschutzstrategie.

Grüne Blätter eines Baumes vor blauem Himmel, durch die Sonnenlicht scheint.

Handlungsfeld 2:

Ressourcenschonung

Was tut die Hohenloher Molkerei zur Schonung von Ressourcen?
Ein bewusster Umgang mit Ressourcen ist ausschlaggebend für eine nachhaltige Zukunft. Dafür haben wir stichhaltige Konzepte erarbeitet. Wir setzen auf sorgsam ausgewählte Verpackungen, reduzieren Wasserverbrauch und Abfallmengen und gestalten unsere Transportwege effizienter. So wollen wir auch in Zukunft unsere Transportprozesse kontinuierlich optimieren, um bis 2030 10 % weniger Diesel als 2020 zu verbrauchen.

Anderes Beispiel: Verpackunsmaterial.
Im Jahr 2023 konnten wir etwa 13.516 kg Verpackungsmaterial einsparen. Und auch für 2026 stehen bereits weitere Ziele in der Gewichtsreduktion unserer Becher an. Hier erwarten wir Einsparungen von etwa 27.892 kg Verpackungsmaterial durch die Reduzierung des  Bechergewichtes von 16,6 g auf 15 g. 

Unser Ziel ist es, Ressourcen bewusst einzusetzen und gleichzeitig höchste Produktqualität zu gewährleisten. 


Weiße Wildblume auf grüner Wiese im Morgenlicht.

Handlungsfeld 3:

Produktverantwortung

Wie stellt die Hohenloher Molkerei die Qualität ihrer Produkte sicher? Die Hohenloher Molkerei sichert die Qualität ihrer Produkte durch nachhaltige Milcherzeugung, gentechnikfreie Fütterung, ein zertifiziertes Qualitätsmanagement nach IFS Food sowie strenge Qualitätskontrollen entlang der gesamten Produktionskette.

Qualität beginnt bei unserer Rohmilch und wird bis zum fertigen Produkt konsequent überwacht. Ein wichtiger Bestandteil unseres Qualitätsmanagements ist unser modernisiertes Labor. Dort führt unser Laborteam jede Woche rund 9.360 Untersuchungen durch, um die Qualität und Sicherheit unserer Produkte sicherzustellen.

Der Erfolg zeigt sich in einer außergewöhnlich niedrigen Reklamationsquote von durchschnittlich 0,00219 % im Betrachtungszeitraum 2023–2024. So können sich Verbraucherinnen und Verbraucher jederzeit auf hochwertige und verantwortungsvoll hergestellte Molkereiprodukte verlassen.

Herzfoermiger Stein in einem fliessenden Bach.

Handlungsfeld 4:

Mit- und Füreinander

Unsere Verantwortung endet nicht bei unseren Produkten – sie gilt auch den Menschen, die hinter ihnen stehen. Wir fördern faire Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Durch umfassende Sicherheitsvorkehrungen wie Schutzausrüstung und regelmäßige Schulungen arbeiten wir stetig daran, eine hohe Arbeitssicherheit zu gewährleisten. So konnten wir im Jahr 2024 die Arbeitsunfälle auf einem geringen Niveau von fünf Vorfällen halten.

Besonders stolz sind wir auf unsere geringe Mitarbeiterfluktuation. Unsere Mitarbeiter haben eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 13 Jahren. 31 Mitarbeiter stehen bereits seit über 25 Jahren im Dienst der Hohenloher Molkerei, was stark für unsere Genossenschaft als guter Arbeitgeber spricht. 

Außerdem wollen wir Regionalität durch jährliche soziale Projekte verankern und in unserer Region unsere Position als attraktiver Arbeitgeber stärken.

Portrait Anne Rottler, Vertriebsinnendienst / Nachhaltigkeit
„Unsere Molkerei investiert in moderne, energieeffiziente Technologien und nachhaltige Produktionskonzepte,
um Ressourcen zu schonen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.”

Anne Rottler,
Vertriebsinnendienst / Nachhaltigkeit

Anne Rottler,
Vertriebsinnendienst / Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit am Hof:

Wie lassen sich Kreisläufe sinnvoll schließen?

Nachhaltigkeit beginnt auf dem Hof – mit klugen Ideen, Eigeninitiative und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen. Viele unserer Mitgliedsbetriebe setzen auf moderne Formen der Kreislaufwirtschaft: Sie erzeugen Energie über Photovoltaik und Biogasanlagen, produzieren sogar eigenen Dünger und sorgen für eine bewusste Bewirtschaftung. Dieses Zusammenspiel aus Technik, Erfahrung und Überzeugung sichert nicht nur Qualität heute, sondern auch die Zukunft kommender Generationen..

Herr Nürnberger spricht über Nachhaltigkeit auf den Höfen.

SIE HABEN FRAGEN?
WIR BEANTWORTEN SIE GERNE!

Unsere Ansprechpartner ist persönlich für Sie da:

Philipp Deigner, Leiter Energiemanagement

Philipp Deigner

Stellvertretender Betriebsleiter, Leiter Energiemanagement

0791 9440-633
P.Deigner@hofgut.net
Der Titel vom Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024 der Hohenloher Molkerei

Download

Unser Nachhaltigkeitsbericht

Sie möchten einen genaueren Blick in unseren Nachhaltigkeitsbericht werfen? Gerne! Denn Transparenz ist uns wichtig. Klicken Sie auf einen der untenstehenden Buttons und blättern online durch den Bericht oder laden Sie ihn sich herunter.

Häufige Fragen zur Nachhaltigkeit

Was bedeutet Nachhaltigkeit für die Hohenloher Molkerei?

Für die Hohenloher Molkerei eG bedeutet Nachhaltigkeit, ökologische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen vier Handlungsfelder: Klimaschutz und Energie, Ressourcenschonung, Produktverantwortung sowie das Mit- und Füreinander in der Genossenschaft. Für diese Bereiche wurden konkrete Ziele und Maßnahmen definiert, die schrittweise umgesetzt und regelmäßig überprüft werden.

Welche Klimaziele verfolgt die Hohenloher Molkerei?

Im Zentrum unseres Engagements steht die kontinuierliche Reduktion unserer Emissionen und unseres Energieverbrauchs. Die Hohenloher Molkerei will ihre Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 bis 2030 um 42 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2020 reduzieren. Dieses wissenschaftsbasierte Reduktionsziel wurde von der Science Based Targets initiative, kurz SBTi, validiert. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 gegenüber 2020 um 15 Prozent steigen. 

Wie senkt die Hohenloher Molkerei ihren Energieverbrauch?

Die Hohenloher Molkerei eG betreibt ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. In einem Energie-Aktionsplan werden Einsparpotenziale erfasst, konkrete Maßnahmen festgelegt und ihre Wirkung überprüft. Dazu gehören beispielsweise Photovoltaikanlagen, Wärmerückgewinnung, moderne Abfüll- und Prozesstechnologien, effizientere Druckluftkompressoren und die Umstellung der Beleuchtung auf LED. Unseren Transport möchten wir so ressourcenschonend wie möglich gestalten. Hier haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2030 10 % weniger Diesel auf 100 km zu verbrauchen als noch im Jahr 2020.

Wie trägt die Hohenloher Molkerei zum Tierwohl bei?

Die Anforderungen an die Milcherzeugung werden durch anerkannte Standards und regelmäßige Audits überprüft. Alle Milcherzeugerbetriebe erfüllen die Anforderungen des Qualitätssicherungssystems QM-Milch, das unter anderem Kriterien zur Tiergesundheit, Haltung, Fütterung und Milchqualität enthält. Seit vielen Jahren setzen wir die Konformität mit dem QMilch-Programm als Standard in unserer Milchanlieferungsordnung fest. Das bedeutet konkret, dass die Teilnahme an dem Programm für unsere Lieferanten verpflichtend wird und dazu regelmäßige Audits durchgeführt werden. 84 % der Milch sind bereits nach QM++ zertifiziert. Bei diesen Betrieben gelten zusätzliche Anforderungen an das Tierwohl, etwa Außenklimabedingungen und ständige Bewegungsmöglichkeiten für die Milchkühe.

Was tut die Hohenloher Molkerei, um Verpackungen und Abfälle zu reduzieren?

Bis 2030 soll der Verpackungseinsatz pro Tonne Produkt gegenüber 2020 um 10 % reduziert werden. Dafür verringert die Hohenloher Molkerei eG unter anderem das Gewicht von Verpackungen und setzt zusätzlich möglichst recyclingfähige sowie nachwachsende oder recycelte Materialien ein und arbeitet eng mit Tetra Pak zusammen.

Davon getrennt betrachtet die Molkerei die Abfälle aus ihrem Betrieb: Papier, Folien, Glas, Holz und Kunststoffe werden sorgfältig getrennt und möglichst dem Recycling oder einer anderen fachgerechten Verwertung zugeführt. Geeignete Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion können als Tierfutter weiterverwendet werden. Biomüll und nicht mehr verwendbare Milchprodukte werden zur Erzeugung von Biogas genutzt. Von 2023 auf 2024 konnten wir bei unseren Lebensmittelabfällen 14 % einsparen und werden diese Reduktion auch weiter vorantreiben. Insgesamt soll die Abfallmenge bis 2030 um drei Prozent gegenüber 2020 sinken.

Wie geht die Hohenloher Molkerei mit Wasser und Abwasser um?

Wasser wird in einer Molkerei vor allem für Reinigungs- und Kühlprozesse benötigt. Um den Verbrauch zu senken, optimiert die Hohenloher Molkerei ihre Reinigungsverfahren und verwendet aufbereitetes Wasser aus der eigenen Umkehrosmoseanlage erneut, beispielsweise zur Vorspülung der Milchsammelwagen. Bis 2030 sollen sowohl der Frischwasserverbrauch als auch die entstehende Abwassermenge pro Tonne Produkt um jeweils fünf Prozent gegenüber 2020 reduziert werden.

Wie macht die Hohenloher Molkerei ihre Nachhaltigkeitsleistung transparent?

Die Hohenloher Molkerei veröffentlicht regelmäßig einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht. Der aktuelle Bericht für die Jahre 2023 und 2024 betrachtet das gesamte Unternehmen einschließlich des Produktionsstandorts und der Lieferkette und orientiert sich freiwillig an den European Sustainability Reporting Standards, kurz ESRS. Die berichteten Themen wurden mithilfe einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelt. Darüber hinaus werden unsere Nachhaltigkeitsleistungen über EcoVadis berichtet sowie Emissionen und weitere Kennzahlen systematisch erfasst.

Blumenwiese mit blau blühenden Wildblumen an einem sonnigen Feldweg im Sommer.